FAZ plus ArtikelDNA-Test bei Unfruchtbarkeit

Wenn der Mann kein Kind zeugen kann

Von Felicitas Witte
03.03.2021
, 11:09
Bleibt der Kinderwunsch unerfüllt, können DNA-Schäden in den Spermien die Ursache sein. Mit einem Test lassen sich solche Defekte nachweisen – und die Informationen könnten manchen Paaren doch noch zum Nachwuchs verhelfen.

Ungewollte Kinderlosigkeit ist ein zunehmendes Problem in Deutschland. War im Jahr 2013 „nur“ jedes vierte Paar davon betroffen, war es 2020 schon jedes dritte. Ärzte sprechen von Unfruchtbarkeit, wenn eine Frau trotz regelmäßigem Geschlechtsverkehr nach einem Jahr nicht schwanger wird. In jedem zweiten Fall ist die Ursache beim Mann zu suchen. Häufig steckt eine Varikozele dahinter, also Krampfadern im Hodensack, mangelhafte Hormonproduktion, Infektionen oder ein angeborener Hodenhochstand. Bei vier von zehn Paaren finden die Ärzte trotz intensiver Suche keine klare Ursache.

Zur Standard-Diagnostik gehört ein Spermiogramm. Hier wird unter anderem die Zahl der Spermien ermittelt, ob diese gesund aussehen und sich schnell genug in eine Richtung bewegen. Ein normales Spermiogramm gewährleistet allerdings nicht, dass der Mann auch fruchtbar ist. Mehr Informationen kann hier ein DNA-Fragmentationstest geben, also der Nachweis, dass die DNA der Spermien an manchen Stellen zerbrochen ist. Je höher der Fragmentationswert, desto mehr DNA ist beschädigt.

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Quelle: F.A.Z.
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