FAZ plus ArtikelKrank durch Tigermückenstich

Gefährliche Stiche

Von Felicitas Witte
18.11.2019
, 12:11
Eine Tigermücke, die einst nur aus tropischen Regionen bekannte Viren auch zu uns bringt.
Das West-Nil-Fieber hat Deutschland erreicht. Wissenschaftler warnen vor einer raschen Ausbreitung – und erklären, wie man sich am besten schützen kann.

Als im Sommer 1999 in New York die Krähen tot von den Bäumen fielen, nahm der Chef-Virologe am Uniklinikum im fernen Halle an der Saale das mit einigen Sorgen wahr. Droht uns womöglich Ähnliches in Europa?, fragte sich Alexander Kekulé. Die Vögel starben reihenweise an einer unheimlichen Viruskrankheit, es war das West-Nil-Fieber, mit dem in diesen Breiten niemand gerechnet hatte. Denn die Erkrankung kannten die Ärzte allenfalls aus Afrika und Asien.

Mücken übertrugen das Virus auf die Menschen in New York. 62 Bürger erkrankten, sieben starben. In immer mehr Vögeln wurde das Virus nachgewiesen. Das Fieber breitete sich rasch aus. 2002 erkrankten 4156 Amerikaner. 2003 waren es fast doppelt so viele. Bis heute wurden mehr als 50.000 Fälle festgestellt. „Ich habe schon damals davor gewarnt, wie unberechenbar exotische Krankheitserreger sind, wenn sie in die zivilisierte Welt verschleppt werden“, sagt Kekulé. „Jetzt ist das Virus auch bei uns angekommen.“

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