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FAZ plus ArtikelUrsachen von Autismus

Im Verlies der eigenen Seele

Von Hildegard Kaulen
Aktualisiert am 24.06.2020
 - 10:40
Dustin Hoffman als Autist (links) mit einer Inselbegabung und Tom Cruise (rechts) als sein Bruder in einer Szene des Films „Rain Man“ (1988).
Warum leiden immer mehr Menschen an Autismus? Sind die Gene oder doch Umweltfaktoren schuld? Eine große Studie an Zwillingen liefert ein ernüchterndes Ergebnis.

Autismus ist eine neurologische Entwicklungsstörung, die heute hundert- bis zweihundertmal so häufig diagnostiziert wird wie noch vor sechzig Jahren. Dieser Anstieg ist immer wieder mit veränderten Umweltbedingungen in Verbindung gebracht worden, allerdings kann er auch mit breiter gefassten Diagnosekriterien und einer größeren Aufmerksamkeit für diese Entwicklungsstörung zu tun haben. Autismus wäre dann nicht häufiger geworden, sondern würde nur häufiger diagnostiziert werden.

Eine schwedische Zwillingsstudie mit fast 40.000 Paaren ein- und zweieiiger Zwillinge hat nun gezeigt, dass sich der Einfluss der Genetik und der Umwelt über einen Zeitraum von 26 Jahren nicht verschoben hat, sondern gleich geblieben ist. Umwelteinflüsse können demnach nicht für die Zunahme der Diagnosen verantwortlich gemacht werden. Dieses von Mark Taylor vom Karolinska Institutet in Stockholm in der Fachzeitschrift „Jama Psychiatry“ vorgestellte Ergebnis basiert auf dem Vergleich von Geburtskohorten, in die Taylor und seine Kollegen die zwischen 1982 und 2008 geborenen Zwillinge eingeteilt haben.

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