Krebs

Kein Brustkrebs durch Silikon-Implantate

Von Hildegard Kaulen
08.02.2006
, 00:00
Nach einer Schönheitsoperation tritt Brustkrebs seltener auf
Brustimplantate aus Silikon führen nicht zu Brustkrebs. Das hat jetzt eine Studie mit einigen tausend Frauen ergeben, die sich ihre Brust zwischen 1973 und 1995 in privaten Schönheitskliniken oder öffentlichen Krankenhäusern Dänemarks vergrößern ließen.
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Brustimplantate aus Silikon führen nicht zu Brustkrebs. Das hat jetzt eine Studie mit einigen tausend Frauen ergeben, die sich ihre Brust zwischen 1973 und 1995 in privaten Schönheitskliniken oder öffentlichen Krankenhäusern Dänemarks vergrößern ließen. Bei Frauen mit Silikon-Implantaten kam Brustkrebs sogar eher seltener vor als im Durchschnitt.

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Wie die im „International Journal of Cancer“ (Bd.118, S.998) veröffentlichte Studie weiter zeigte, wird auch die Diagnose der Tumoren durch die Implantate nicht erschwert. Daß Brustkrebs nach der Schönheitsoperation seltener auftritt, führen Sören Friis und seine Kollegen vom Institut für Krebsepidemiologie in Kopenhagen auf die sorgfältige Vorbereitung des Eingriffs zurück. Zeigen sich dabei nur kleinste Veränderungen in der Brust, wird zunächst auf die Schönheitsoperation verzichtet und eine ausführliche Diagnostik eingeleitet.

Auffällig war indes, daß Frauen mit Silikon-Implantaten häufiger an gutartigem Hautkrebs erkrankten als jene der Vergleichsgruppe. Das liegt vermutlich daran, daß sich viele Frauen nach der Brustvergrößerung freizügiger kleiden und stärker der Sonne aussetzen.

Quelle: F.A.Z., 08.02.2006
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