FAZ plus ArtikelMikrobiom-These

Wie viel Hirn steckt im Darm?

Von Juliette Irmer
Aktualisiert am 11.12.2019
 - 07:00
Gesundes Essen – gesundes Gehirn? Schaden kann es nicht!
Verblüffende Ergebnisse über die Wirkung der Darmflora gibt es immer wieder. Daraus werden sogar Therapien für Menschen abgeleitet. Doch sind die Methoden ausgereift oder handelt es sich um Schamanismus?

Im Jahr 2011 rüttelte ein Experiment die Wissenschaft auf: Forscher des Karolinska-Instituts in Stockholm zeigten, dass sich Mäuse ohne Darmbakterien in Standardtests weniger ängstlich und vorsichtig verhielten als Artgenossen mit Darmbakterien. Mikroben, die das Verhalten ihres Wirts beeinflussen? Allein der Gedanke war revolutionär.

Der Versuch löste eine Fülle an Experimenten rund um die „Darm-Hirn-Achse“ aus, die eine Vielzahl bemerkenswerter Ergebnisse lieferten und das Forschungsfeld geradezu euphorisierten. Schüchterne Mäuse wurden abenteuerlustig, wenn man ihnen die Darmbakterien mutiger Mäuse verabreichte und umgekehrt. Ängstliche Mäuse wurden weniger gehemmt, wenn man ihnen Antibiotika verabreichte.

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