FAZ plus ArtikelMultiple Sklerose

Wenn sich Schnelligkeit bei der Diagnose auszahlt

Von Felicitas Witte
24.09.2021
, 13:48
Lange bevor es zu  Lähmungen und schwereren  Behinderungen kommen kann, sind die ersten entzündlichen Zeichen einer MS  mit guter Diagnostik  zu erkennen.
Schon Jahre vor der Diagnose bricht Multiple Sklerose aus. Viele Fälle bleiben deshalb unerkannt. Ärzte und Mediziner arbeiten daran, dass sich das ändert.

In Deutschland leben schätzungsweise 240.000 Menschen mit einer Multiplen Sklerose. Womöglich sind es aber einige mehr, nur wissen sie noch nichts davon. Eine kürzlich in der Fachzeitschrift Neurology veröffentlichte Studie aus München lässt vermuten, dass der erste Krankheitsschub häufig übersehen wird. Bekannt ist, dass Menschen mit Multipler Sklerose oft schon Jahre vor der Diagnose diverse Ärzte mit den unterschiedlichsten Beschwerden aufsuchen: Müdigkeit, depressive Verstimmungen, Angstgefühle, Kopfschmerzen oder Schlafstörungen, Magen-Darm- und Blasenprobleme. Bisher dachten Neurologen, es handele sich hierbei um eine Prodromalphase, ähnlich der Inkubationszeit einer Infektionskrankheit.

Die Beschwerden sind aber eher ein Zeichen dafür, dass die Krankheit schon länger aktiv ist. Menschen sollten zwar nicht gleich mit jedem Wehwehchen zum Arzt eilen, sagt Bernhard Hemmer, Chef-Neurologe im Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität in München und federführender Autor der Studie. „Aber mit bestimmten Symptomen sucht man lieber zeitnah seinen Arzt auf. Und der muss sich Zeit nehmen, die Zeichen sorgfältig abzuklären.“

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