FAZ plus ArtikelEthische Argumente zur Triage

Und wenn es zu eng wird auf der Intensivstation?

Von Stephan Sahm
Aktualisiert am 11.11.2020
 - 17:39
Vier Pflegekräfte sorgen sich um einen schwerstkranken Corona-Patienten auf einer Intensivstation im Universitätsklinikum Bonn.
In Nachbarländern mit mehr schweren Covid-19-Fällen heißt es für Ärzte schon wieder: Wen zuerst behandeln? Aber wie entscheidet man gerecht? Eine medizinethische Bestandsaufnahme.

Nun droht, was im Frühjahr erspart blieb. Die zweite Welle der Covid-19-Pandemie könnte zur Überforderung in den Kliniken führen. Sind Ärztinnen und Ärzte vorbereitet, knappe Ressourcen zuzuteilen? Bedürfen sie gar einer neuen Ethik für ihr Handeln? Fachgesellschaften haben Entscheidungshilfen für die Mediziner veröffentlicht, so die Deutsche interdisziplinäre Vereinigung für Intensivmedizin zusammen mit der Akademie für Ethik in der Medizin, der Deutsche Ethikrat und die Bundesärztekammer. Die Diskussion wurde auch hier auf FAZ.NET geführt.

Zudem wird die Frage der ärztlichen Triage noch vor dem Bundesverfassungsgericht verhandelt werden. Personen, die sich einer Risikogruppe zuordnen, fürchten eine Benachteiligung, sollten sie um das knappe Gut eines Beatmungsplatzes konkurrieren müssen. Denn ihre Prädisposition verschlechtert die Prognose.

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Quelle: F.A.Z.
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