FAZ plus ArtikelÜbersterblichkeit

Die hohen Kosten der Corona-Krise

Von Sibylle Anderl
Aktualisiert am 20.10.2020
 - 14:59
Im italienischen Bergamo erreichte die Übersterblichkeit im internationalen Vergleich am frühesten hohe Werte.
Forscher diskutieren neue Studien zur Zahl der Corona-Opfer – und argumentieren, dass die Zahl der Todesfälle und die ökonomischen Kosten der Krise nicht gegeneinander ausgespielt werden können.

Mehr als 1,1 Millionen Tote sind der Pandemie mittlerweile weltweit zuzuschreiben, rund 40 Millionen Menschen haben sich mit Sars-CoV-2 bislang infiziert. Es ist eine erschütternde Bilanz. Was daraus aber zu folgern ist, darüber wird nach wie vor gestritten. Uneinigkeit herrscht insbesondere bei der Frage, was die maßgeblichen Kenngrößen zur Beurteilung der Folgen der Pandemie sind und an welchen Zahlen sich die Entscheidung über zukünftige Maßnahmen orientieren soll.

Ist es „müßig“, über Todesfälle zu reden, wie der Bonner Mediziner Hendrik Streeck vergangene Woche sagte, und werden vielmehr die durch den Kampf gegen die Pandemie verursachten wirtschaftlichen Schäden entscheidend die Zukunft bestimmen? Oder sind es im Gegenteil gerade die menschlichen Schicksale, auf die der Blick zu richten ist? Das „Journal of the American Medical Association“ (Jama) hat sich in der vergangenen Woche daran versucht, eine Zwischenbilanz der Covid-19-Pandemie in den Vereinigten Staaten zu ziehen, in der diese verschiedenen Dimensionen der Krise berücksichtigt werden. Grundlage für fünf Meinungsbeiträge sind zwei Studien, die ein Update zur Übersterblichkeit in den Vereinigten Staaten geben.

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Quelle: F.A.Z.
Autorenbild/ Sybille Anderl
Sibylle Anderl
Redakteurin im Feuilleton.
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