FAZ plus ArtikelUnberechenbares Virus

Wer wird verschont?

Von Nicola von Lutterotti
23.12.2020
, 17:33
Ob jemand schwer an Covid-19 erkrankt, ist nicht nur eine Frage des Alters. Gene und Lebensweise beeinflussen die Immunabwehr.

Weshalb das neue Coronavirus manche Menschen kaum beeinträchtigt, andere hingegen nachhaltig zu Boden streckt, zählt zu den großen Unbekannten der derzeitigen Pandemie. Das Alter und der Gesundheitszustand sind jedenfalls nur ein Teil der Erklärung. Zwar verläuft die Infektion bei betagten und kranken Personen meist schwerer als bei jungen und gesunden. Auch Kindern und jungen Erwachsenen kann sie gleichwohl nachhaltig zusetzen, und umgekehrt gibt es Senioren, denen das Virus nur wenig anzuhaben vermag.

So haben sich in Zürich unlängst 56 Bewohner eines Pflegeheims, darunter etliche Hochbetagte, mit Sars-CoV-2 angesteckt. Bei der Mehrheit nahm die Infektion allerdings einen milden Verlauf, und keiner der Betroffenen erlitt schwere Komplikationen. Auf der anderen Seite mehren sich Berichte über Kinder, bei denen das neue Coronavirus zu schweren, teils lebensbedrohlichen Entzündungsreaktionen führt. Beunruhigend daran sei, schreiben Wissenschaftler um den amerikanischen Pädiater Alvaro Moreira von der University of Texas in San Antonio in „EClinicalMedicine“, dass ein solches multisystemisches Entzündungssyndrom auch Kinder ohne Vorerkrankungen und solche mit wenigen oder keinen Krankheitssymptomen treffen kann.

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