Abnehmen statt Pillen

Diät halten hilft gegen Vorhofflimmern

Von Christina Hucklenbroich
25.03.2015
, 12:00
Abnehmen hilft offenbar auch gegen Herzrhythmusstörungen
Vorhofflimmern ist eine der häufigsten Herzrhythmusstörungen in Deutschland. Wer effektiv abnimmt, kann die leidvollen Symptome aber offenbar sogar ganz loswerden.
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Gewichtsabnahme kann gegen Vorhofflimmern, eine der häufigsten Herzrhythmusstörungen, helfen, ergibt eine Studie der University of Adelaide in Australien („Journal of the American College of Cardiology“, doi:10.1016/j.jacc.2015.03.002). Die Autoren wiesen 350 Patienten mit einem Body-Mass-Index von mehr als 27 zwei Gruppen zu, die eine durfte an einem engmaschigen Gewichtsreduktionsprogramm teilnehmen, die Kontrollgruppe nicht.

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Die Diätgruppe verlor unterschiedlich viel Gewicht, teilweise mehr als zehn Prozent des Körpergewichtes. Nach etwa fünf Jahren waren nur dreizehn Prozent der Patienten in der Kontrollgruppe frei von Vorhofflimmern. In der Gruppe mit moderatem Gewichtsverlust waren es aber 22 Prozent, in der Gruppe mit einer Abnahme über zehn Prozent sogar 46 Prozent.

Die Studienautoren um Rajeev Pathak bezeichnen eine erfolgreiche Diät deshalb als „effektives Antiarrhythmikum“. Trat der Jojo-Effekt auf, schwächte das die positive Wirkung auf die Herzrhythmusstörungen aber deutlich ab. Vorhofflimmern betrifft bis zu zwei Prozent der Bevölkerung, im Alter nimmt die Prävalenz zu. Die Symptome sind oft unspezifisch, Müdigkeit und Schlafstörungen gehören dazu. Zudem ist das Risiko für Schlaganfälle und Herzinsuffizienz bei den Betroffenen erhöht.

Quelle: F.A.Z.
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