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FAZ plus ArtikelRätselhafte Skikrankheit

Plötzlich seekrank im Schnee

Von Felicitas Witte
 - 14:04
Skipiste im Zillertal in Tirol: Schnee, Nebel und Wolken verwirren rasch die Sinne.

Von rechts oben kommt das Schneebrett, Massen von Schnee rutschen auf einen zu, gleich ist man darunter begraben. „Eine Lawine!“ Doch der Bergführer bewegt sich keinen Millimeter. „Was ist mit dir los? Hier ist keine Lawine! Fahr einfach in meiner Spur.“ Kurt Stauder hat gut reden. Wie soll man fahren, wenn sich der ganze Berg um einen dreht und einem kotzübel ist? Wenn die zackigen Spitzen der Dolomiten plötzlich nach unten statt nach oben zeigen und alles aussieht, als blicke man in das Bullauge einer Waschmaschine?

Man will losfahren, kippt aber plötzlich um und fällt in den Schnee. Was sich nach zu viel Glühwein oder Jagertee anhört, hat mit Alkohol nichts zu tun: Es ist die sogenannte Skikrankheit. „Ein häufiges Phänomen“, sagt Martin Burtscher, Professor für Höhenmedizin an der Uni Innsbruck. „Den Betroffenen macht das natürlich Angst, aber die ,Krankheit‘ ist harmlos.“ Der Mediziner Rudolf Häusler hatte 1995 vorgeschlagen, die Symptome „Skikrankheit“ zu nennen. Auch er hatte damals beim Skifahren öfter das Gefühl, Schnee gleite an ihm vorbei. Ihm wurde übel, so war das auch, wenn er segelte und seekrank wurde. Als ihm Patienten über ähnliche Beschwerden beim Skifahren berichteten und sagten, sie hätten die Fahrt wegen Übelkeit und Erbrechen abbrechen müssen, wurde Häusler hellhörig.

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