FAZ plus ArtikelCovid-19-„Syndemie“

Wie überfüllte Gefängnisse das Virus verbreitet haben

Von Stephan Sahm
30.07.2021
, 14:04
In überfüllten Gefängnissen kann sich das Virus ungestört verbreiten.
Welche Rolle spielt soziale Ungleichheit bei der Übersterblichkeit? Der Hotspot US-Justizvollzug zeigt deutlich: Erst das Zusammentreffen biologischer und sozialer Faktoren sorgte für die globale Katastrophe.

Es war nur ein kleiner Schritt für ein Virus, von einem Wirt, vermutlich der Fledermaus, auf den Homo sapiens überzuspringen. Ob im Labor oder in der freien Wildbahn eines Fischmarktes – ein vergleichsweise kleiner zoonotischer Sprung stellte die Welt auf den Kopf.

In dieser Perspektive scheint die Verbreitung des als Sars-Cov-2 bezeichneten Virus die Chaostheorie zu bestätigen. Die besagt, dass der Flügelschlag eines Schmetterlinges selbst in weit entlegenen Regionen fatale Wirkungen, etwa einen Wirbelsturm, zu zeitigen vermag. Auf diese Parallele zwischen der Ausbreitung der Covid-Pandemie und der Chaostheorie machen Nancy Jecker und Caesar Atuire im Hastings Center Report (Heft Nr. 3, Juni 2021) aufmerksam.

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