Verkündung in Stockholm

Deutscher Klimaforscher mit Physik-Nobelpreis ausgezeichnet

05.10.2021
, 12:00
Vergeben den Nobelpreis: die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften in Stockholm
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Der Nobelpreis für Physik geht in diesem Jahr an drei Wissenschaftler: den Deutschen Klaus Hasselmann, Syukuro Manabe aus den USA und den Italiener Giorgio Parisi. Geehrt werden sie für ihre physikalische Modelle zum Erdklima und zur kondensierten Materie.
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Der Nobelpreis für Physik geht in diesem Jahr an den Deutschen Klaus Hasselmann, den US-Amerikaner Syukuro Manabe und an den Italiener Giorgio Parisi. Hasselmann und und Manabe werden für physikalische Modelle zum Erdklima geehrt. Parisi wird für seine Beiträge zur Komplexitätstheorie ausgezeichnet. Das teilte die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften am Dienstag in Stockholm mit. Manabe und Hasselmann teilen sich dabei eine Hälfte des Preises, die andere geht an Parisi.

„Drei Preisträger teilen sich den diesjährigen Nobelpreis für Physik für ihre Studien zu chaotischen und scheinbar zufälligen Phänomenen. Syukuro Manabe und Klaus Hasselmann legten den Grundstein für unser Wissen zum Klima der Erde und wie die Menschheit es beeinflusst.“ Giorgio Parisi werde für seinen revolutionären Beitrag zur Theorie von ungeordneten Stoffen und zufälligen Prozessen ausgezeichnet, so die Begründung.

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Im vergangenen Jahr hat der deutsche Astrophysiker Reinhard Genzel den Physik-Nobelpreis erhalten. Genzel und die amerikanische Forscherin Andrea Ghez hatten 2020 die eine Hälfte des Preises erhalten, während die andere Hälfte an den Briten Roger Penrose gegangen war. Die drei waren damit für ihre Erforschung von Schwarzen Löchern geehrt worden. Insgesamt haben bislang 215 Preisträgerinnen und Preisträger die Auszeichnung in der Kategorie Physik bislang erhalten, der US-Forscher John Bardeen dabei gleich zweimal. Der erste von ihnen ist der deutsche Physiker Wilhelm Conrad Röntgen gewesen, der den Preis 1901 für die Entdeckung der nach ihm benannten Röntgenstrahlen erhalten hatte.

Bereits am Montag war dem Amerikaner David Julius und dem im Libanon geborenen Ardem Patapoutian der Nobelpreis für Physiologie oder Medizin zugesprochen worden. Die beiden haben Zellrezeptoren entdeckt, über die Menschen Temperaturen und Berührungen wahrnehmen. Am Mittwoch werden die Preisträger in Chemie ebenfalls von der Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften verkündet, am Donnerstag folgt in der Schwedischen Akademie die Bekanntgabe des Literaturnobelpreisträgers. Am Freitag ist dann in Oslo der Friedensnobelpreis dran – am nächsten Montag wiederum in Stockholm der Preis für Wirtschaftswissenschaften, der als einziges nicht auf Nobels Testament zurückgeht.Verliehen werden die prestigeträchtigen Nobelmedaillen und Diplome traditionell am 10. Dezember, dem Todestag von Preisstifter und Dynamit-Erfinder Alfred Nobel (1833-1896). Wie im Vorjahr sind die Nobelpreise mit zehn Millionen schwedischen Kronen (rund 980 000 Euro) pro Kategorie dotiert.

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Im Überblick
Nobelpreisträger von 1901 bis 2021
Quelle: sreu./dpa
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