FAZ plus ArtikelEnergiespeicher

Mit Schwung gegen die Flaute

Von Manfred Lindinger
01.10.2021
, 13:50
Ein 3 Meter großer Pumpspeicher wird im Bodensee versenkt
Ohne leistungsfähige Energiespeicher keine Energiewende. Die Anlagen sollen vor allem den fluktuierenden Windstrom ausgleichen. In Deutschland gibt es hierzu einige Großversuche.
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Mit dem massiven Ausbau der erneuerbaren Energien und dem Rückbau fossiler Kraftwerke ist auch der Bedarf an leistungsfähigen dezentralen Energiespeichern gewachsen. Diese sollen, wenn der Wind nicht weht oder die Sonne nicht scheint, Stromschwankungen ausgleichen und so für die Stabilität des Stromnetzes sorgen. Infrage kommen Batteriesysteme, synthetische Kraftstoffe, thermische Speicher sowie Pump- und Druckluftspeicher. Im Fokus stehen seit einiger Zeit auch mechanische Speicher, die mit ihren beweglichen Elementen – meist ein Rotor – die Energie von Windkraftanlagen aufnehmen und die gespeicherte kinetische Energie bei Flaute schnell wieder abgeben können.

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In Boxberg in der Oberlausitz nahe der polnischen Grenze ist in der vergangenen Woche die Demonstrationsanlage eines der weltweit größten Schwungradspeichers in Betrieb genommen worden. An der Anlage, die eine Energie von bis zu 500 Kilowattstunden speichern kann, soll in den kommenden Jahren untersucht werden, ob massive Rotationskinetische Speicher (RKS) dazu geeignet sind, die Stromnetze hierzulande bei einer Flaute zu stabilisieren und einen Blackout zu verhindern.

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Manfred Lindinger - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Manfred Lindinger
Redakteur im Ressort „Natur und Wissenschaft“.
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