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Vom Nutzen der Philosophie für die Physik

Von Carlo Rovelli
10.08.2018
, 14:11
Wenn Physiker an die Grenzen des Erforschbaren vorgedrungen sind, glauben damit das Geschäft der Philosophen zu übernehmen. Sie täten besser daran, mit Philosophen zu diskutieren.
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Wider die Philosophie“ (Against Philosophy) steht über einem Buchkapitel aus der Feder des Physik-Nobelpreisträgers Steven Weinberg, eines der Architekten des Standardmodells der Elementarteilchenphysik. Wortgewandt erklärt Weinberg dort seinen Lesern, dass die Philosophie dem Geschäft des Physiker eher schade als nutze. Zwar mag sie hin und wieder einmal eine gute Idee liefern, allzu oft aber sei sie eine Zwangsjacke, aus der sich die Physiker befreien müssten.

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Noch radikaler äußerte sich Stephen Hawking, als er publikumswirksam verkündete, die Philosophie sei „tot“, da die großen Fragen, über welche die Philosophen einst diskutierten, heute alle in den Händen der Physiker seien. Und auch Neil deGrasse Tyson, ein in Amerika berühmter Wissenschafts-Popularisator, stößt auf Youtube in dieses Horn: „Philosophen sind im Wesentlichen überflüssig geworden.“

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Quelle: F.A.S.
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