FAZ plus ArtikelRecycling von Windrädern

Wenn Windturbinen in Rente gehen

Von Silvia Benetti
23.09.2022
, 18:31
Wertvoller Schrott: Rotorblätter ausgedienter Windkraftanlagen
Für viele alte Windkraftanlagen endet in einigen Jahren die EEG-Förderung. Ein Weiterbetrieb ist technisch möglich, doch oft nicht die beste Lösung. Wie man alte Rotoren möglichst umweltschonend entsorgt.
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Die EEG-Förderung sorgte Anfang des Jahrtausends für einen Bauboom in der Windbranche. Allein im Jahr 2002 wurden 3247 Megawatt an Windleistung neu installiert und damit fast so viel wie in den beiden Jahren 2020 und 2021 zusammen. Für diese alten Anlagen läuft die EEG-Förderung Ende 2022 aus. Bis 2025 verlassen zirka 2400 Megawatt jährlich das Förderregime, was laut Bundesverband WindEnergie ungefähr vier Prozent der aktuell installierten Gesamtleistung entspricht. Grundsätzlich ist ein Weiterbetrieb der Windkraftanlagen nach 20 Jahren technisch und auch rechtlich möglich.

Die Windparkbetreiber erhalten dann allerdings nur die Vergütung, die sie an der Strombörse erzielen. In der Vergangenheit lohnte sich das nur selten, da die Wartungskosten der alten Turbinen über dem möglichen Ertrag lagen. Die stark gestiegenen Börsenstrompreise seit Sommer 2021 haben dazu geführt, dass auch alte Anlagen Gewinn erwirtschaften. So betrug der durchschnittliche Strommarktwert für die Windenergie an Land im ersten Halbjahr 2022 14,74 Cent pro Kilowattstunde, während eine Studie der Fachagentur „Windenergie an Land“ aus dem Jahr 2018 die Betriebskosten für Anlagen mit einer Nennleistung zwischen einem und zwei Megawatt in der dritten Dekade auf im Schnitt 3,90 Cent pro Kilowattstunde schätzt.

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