Mars-Drohne „Ingenuity“

Alleinflug auf dem Mars

Von Manfred Lindinger
19.04.2021
, 14:02
Die fliegende Marsdrohne  vom Rover Perseverance aus beobachtet.
Begeisterung bei der Nasa: Die Mars-Drohne „Ingenuity“ hat ihren Jungfernflug absolviert. Nun kann die Oberfläche des Planten auch aus der Luft erkundet werden.
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Die Begeisterung im Kontrollraum der Nasa in Pasadena war groß. Der kleine Hubschrauber „Ingenuity“ hat am Montagmorgen erfolgreich zu seinem ersten Flug auf dem Mars abgehoben. Der bereits mehrfach verschobene Start fand gegen 9.30 Uhr deutscher Zeit statt. Es war der erste Flug eines Luftfahrzeugs auf einem anderen Planeten. Die Daten und damit die Bestätigung des erfolgreichen Alleinflugs trafen kurz vor 13 Uhr im Kontrollraum des Jet Propulsion Laboratory ein.

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Wie die amerikanische Raumfahrtbehörde mitteilte, ist die rund 1,8 Kilogramm schwere Drohne bei ihrem ersten Testflug in eine Höhe von wenigen Metern aufgestiegen und verharrte dort für einige Sekunden, bevor sie wieder wohlbehalten auf der Oberfläche des Mars gelandet ist. Nun lässt sich die Oberfläche des Roten Planeten auch aus der Luft erkunden, erklärten die Forscher des Projekts.

Auf dem Mars ist es nachts bis zu minus 90 Grad kalt

Der erste Flug des kleinen Hubschraubers, der an Bord des Rovers „Perseverance“ im Februar auf dem Mars gelandet war, war ursprünglich für den 11. April geplant gewesen, ist dann aber wegen technischer Probleme zunächst auf den 14. April und schließlich abermals verschoben worden. Am Wochenende schienen die Bedingungen auf dem Mars ideal, um grünes Licht für den Jungfernflug zu erteilen.

Begeisterung im Kontrollraum des Jet Propulsion Laboratory der Nasa in Pasadena
Begeisterung im Kontrollraum des Jet Propulsion Laboratory der Nasa in Pasadena Bild: Reuters

Der Flug galt als heikel, denn der Hubschrauber muss auf dem Mars extremen Bedingungen trotzen: Auf dem Roten Planeten ist es nachts bis zu minus 90 Grad kalt. Zudem ist die Anziehungskraft des Planeten geringer und die Atmosphäre wesentlich dünner.

Quelle: FAZ.NET mit dpa
Manfred Lindinger - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Manfred Lindinger
Redakteur im Ressort „Natur und Wissenschaft“.
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