FAZ plus ArtikelArabische Asteroidenmission

„Am Mars angekommen, überlegten wir: Was kommt danach?“

Von Hans Christoph Böhringer
09.10.2021
, 17:23
Der geplante Start der Sonde ist 2028. Ein Vorbeiflug an der Venus und der Erde (hier in einer mit dem Computer generierten Darstellung) soll ihr den nötigen Schwung geben für die Reise zum Asteroidengürtel.
Die Vereinigten Arabischen Emirate wollen 2028 eine Sonde zum Asteroidengürtel starten. Im Interview spricht die Vorsitzende der Raumfahrtbehörde über die Herausforderungen und die wirtschaftliche Bedeutung der Mission.
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Frau Al Amiri, Anfang des Jahres schaffte eine Mission der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) den Eintritt in den Marsorbit. Diese Woche hat Ihre Raumfahrtagentur ein noch ambitionierteres Projekt angekündigt: eine Sonde in den Asteroidengürtel zu schicken, dort sogar auf einem Asteroiden zu landen. Was verspricht man sich von solch einer Mission?

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Wir haben unser Raumfahrtprogramm in den VAE gegründet, um eine wissensbasierte Wirtschaft aufzubauen und um Wissenschaftler und Ingenieure auszubilden. Die Entstehung des Raumfahrtsektors fing 2006 an, 2013 begann die Marsmission der Emirate. Als wir das geschafft hatten, überlegten wir: Was kommt danach? Wir sind am Mars angekommen, wir sind dankbar, dass die gesammelten Daten Durchbrüche in der Wissenschaft erzielen werden. Der nächste Schritt ist dann: Wie übertrage ich die Kenntnisse, die in der ersten Mission gewonnen wurden, so dass sie unsere Industrie prägen können? Danach wurde die Mission zum Asteroidengürtel mit Vorbeiflug an der Venus konzipiert. In ihrem Kern ist sie eine Erkundungsmission, eine herausfordernde. Sie schlägt Kapital aus den Investitionen, die wir für die Marsmission getätigt haben.

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