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Wir sind dann wohl doch allein

Von Ulf von Rauchhaupt
Aktualisiert am 14.09.2020
 - 10:55
Außerirdischer geht es kaum noch: Antennen der Murchison Widefield Array in Westaustralien. Am Himmel ist das Zentrum der Milchstraße zu sehen.
Seit sechzig Jahren sucht man nach Funksignalen außerirdischer Zivilisationen. Jetzt haben australische Forscher zehn Millionen Sterne im UKW-Bereich abgehört. Dafür, dass auch dies erfolglos blieb, gibt es Gründe.

Orangeroter Sandboden dehnt sich zwischen Buckeln aus verwitterndem Granit. Darauf gedeiht eine schüttere, fahlgrüne Vegetation. Im Shire of Murchison, mitten im australischen Outback, 800 Kilometer nördlich von Perth, sieht es aus wie auf einem der Planeten, zu dem sich die Crew des Raumschiffs Enterprise immer wieder beamen ließ. Auch die seltsamen Installationen hier passen eher in einen Science-Fiction-Film: Fremdartige Felder aus Metallgebilden, 128 an der Zahl, verteilt über zweitausend Quadratmeter.

Sie bilden zusammen das „Murchison Widefield Array“, ein riesiges Radioteleskop. Es ist auf niederfrequentere Radiostrahlung aus dem All spezialisiert und ideal gelegen: Das Shire of Murchison ist größer als Dänemark, hat aber nur 114 Einwohner. Die unerhörte Einsamkeit schützt die Radioastronomen vor dem Gequassel und Gedudel der Zivilisation.

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Quelle: F.A.S.
Autorenporträt / Rauchhaupt, Ulf von (UvR)
Ulf von Rauchhaupt
Verantwortlich für das Ressort „Wissenschaft“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
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