FAZ plus ArtikelArbeit an der ISS

Klempner im All

Von Jan Hattenbach
30.05.2019
, 08:04
Arbeitsplatz Umlaufbahn: Ein Astronaut der ISS macht ein Selfie im Außeneinsatz.
Auf der Internationalen Raumstation wird die kosmische Strahlung mit einer besonderen Teilchenkamera erforscht. Damit sie weiter funktioniert, ist Hilfe aus Aachen nötig.
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Eigentlich klingt Christopher Cassidys Aufgabe nach einem Klempnerjob: Ein System aus Pumpen und Leitungen für ein Kühlsystem soll er installieren, damit eine überdimensionale Teilchenkamera weiter ihren Dienst tun kann. Doch Cassidy ist Astronaut, sein Arbeitsplatz die Internationale Raumstation ISS, 400 Kilometer über dem Erdboden. Wie sich sein Job anfühlt, beschreibt er so: „Stellen Sie sich vor, Sie wollen den Motorraum Ihres Autos auseinanderschrauben und wieder korrekt zusammensetzen. Und tragen dabei sämtliche dicken Winterklamotten, Schutzbrille, Handschuhe und noch einen prall gefüllten Trekkingrucksack. Außerdem findet die Reparatur in dunkelster Nacht und bei Minusgraden statt. So ungefähr kann man sich einen ISS-Außeneinsatz vorstellen.“

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Der ehemalige US Navy Seal muss es wissen. Bei zwei Aufenthalten auf der Raumstation absolvierte er in den vergangenen Jahren insgesamt sechs Außeneinsätze. Dabei verbrachte er mehr als 31 Stunden frei schwebend im All. Das alles sei aber harmlos gegenüber der Aufgabe, die nun auf die ISS-Raumfahrer zukomme, meint der 49 Jahre alte Astronaut.

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