FAZ plus ArtikelDer gefallene Stern

Wie Putins Raubzug die Raumfahrt beschädigt

Von Ulf von Rauchhaupt
04.03.2022
, 18:58
Per aspera: Am 10. Februar hob im europäischen Raumfahrtzentrum in Französisch-Guayana zur vorläufig letzten Mal eine russische Soyuz-Rakete ab. Nach dem Abzug des russischen Spezialisten bleiben die Mittellast-Raketen dieses Typs bis auf Weiteres am Boden.
Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine hinterlässt auch in der internationalen Raumfahrt deutliche Spuren – ganz besonders in der europäischen. Eine Zwischenbilanz.
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Am Samstag den 19. Februar, war die Welt noch in Ordnung. Da startete von Wallops Island in Virginia eine amerikanische Rakete vom Typ Antares. Sie brachte eine teilweise in Europa gefertigte Cygnus-Frachtkapsel zur Internationalen Raumstation ISS. An Bord war unter anderem eine neuartige japanische Lithium-Ionen-Batterie zum Test im Weltall. Die Triebwerke der ersten Stufe der Antares kamen aus Russland, die Stufe selbst aus der Ukraine.

Daran erkennt man zweierlei. Erstens, dass der russische Diktator Wladimir Putin nicht irgendeine Bananenrepublik überfallen hat, sondern eine Industrienation, die in einem kritischen Hochtechnologiesektor aktiv ist – und zweitens, wie international verwoben Raumfahrt heute ist. Der russische Überfall auf die Ukraine und die Sanktionen, mit denen der Westen darauf reagieren musste, sind nun dazu angetan, diesem Gewebe erhebliche Schäden zuzufügen.

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Quelle: F.A.S.
Autorenporträt / Rauchhaupt, Ulf von (UvR)
Ulf von Rauchhaupt
Redakteur im Ressort „Wissenschaft“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
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