FAZ plus ArtikelGespräch zu Evidenz und Daten

Wie wird geprüft, was die Corona-Maßnahmen gebracht haben?

Von Joachim Müller-Jung
29.06.2022
, 18:16
Tests auf dem Prüfstand: Für eine Neufassung des Infektionsschutzgesetzes werden aber nicht nur PCR-Daten und Statistiken zum Pandemiegeschehen evaluiert.
Sachverständige verkünden am Donnerstag, wie „evidenzbasiert“ die Corona-Maßnahmen waren. Der Ampel-Streit brodelt. Ein Gespräch mit dem Fachmann Jörg Meerpohl über die Prüfung der Maßnahmen und die Fehler der Wissenschaft.
ANZEIGE

Herr Meerpohl, was versteht ein Mediziner darunter, wenn Maßnahmen auf Ba­sis von Evidenz zu ergreifen sind?

Für mich bedeutet EbM, also evidenzbasierte Medizin, im engeren Sinne die Nutzung der besten verfügbaren Daten und Informationen aus der klinischen Forschung für gesundheitliche Entscheidungen. In einer Pandemie muss dies mindestens um Daten aus der epidemiologischen und auch grundlagenwissenschaftlichen Forschung erweitert werden. Aber nicht nur die Medizin im engeren Sinne, auch die Gesundheitsversorgung ganz allgemein und das Gesundheitssystem sollten ja evidenzbasiert sein. Dies umfasst entsprechend auch weitere Disziplinen wie Physiotherapie, Ergotherapie und so weiter. Dies nennen wir dann evidenzbasierte Gesundheitsversorgung.

Testen Sie unser Angebot.
Jetzt weiterlesen.
Testen Sie unsere Angebote.
F.A.Z. PLUS:

  FAZ.NET komplett

Diese und viele weitere Artikel lesen Sie exklusiv mit F+
Quelle: F.A.Z.
Joachim Müller-Jung- Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Joachim Müller-Jung
Redakteur im Feuilleton, zuständig für das Ressort „Natur und Wissenschaft“.
Twitter
  Zur Startseite
Lesermeinungen
Alle Leser-Kommentare
Verlagsangebot
Verlagsangebot
Zertifikate
Weiterbildung in der Organisationspsychologie
Sprachkurse
Lernen Sie Italienisch
Englisch
Verbessern Sie Ihr Englisch
Kapitalanlage
Pflegeimmobilien als Kapitalanlage der Zukunft
Tablet
Tablets im Test
ANZEIGE