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Mobilität & Räume

Nullkommanull

Kopenhagen-City, eine Baustelle unweit des Nyhavns, am frühen Morgen. Die Fußgängerzone ist nahezu menschenleer. Die Einzigen, die um diese Zeit bereits arbeiten, sind die Bauarbeiter – und das auch nur aufgrund ihrer Maschinen von Wacker Neuson. Ein Besuch auf einer emissionsfreien Baustelle.

Der Löffel des 1,5 Tonnen schweren Minibaggers bahnt sich den Weg. Mit ihm wird gerade ein Graben ausgehoben, in dem ein neues Stromkabel verlegt werden soll. Ein Dumper transportiert derweil nahezu geräuschlos den Aushub zu einem Container. Der Auftraggeber: die Stadt Kopenhagen. Und diese Baustelle ist nur eine von vielen. Innerstädtische Baustellen gibt es in allen Großstädten zuhauf.

Gleichzeitig gibt es immer striktere Abgasnormen und Gesetze zum Umwelt- und Anwenderschutz auf nationaler und internationaler Ebene. Ferner denken viele Städte über eigene Auflagen zur Schadstoffreduzierung nach: „Noch gibt es keine Vorschriften, aber wir möchten in Kopenhagen in den nächsten Jahren Regulierungen einführen. Dahingehend erachten wir globale Kooperationen zwischen Städten sowie auch die Zusammenarbeit mit der Industrie als notwendig“, erklärt Jørgen Abildgaard, Direktor des Klimaprogramms der Stadt Kopenhagen.

Mediale Diskussionen über Feinstaub und ein allgemein steigendes Bewusstsein für Umweltschutz kommen hinzu. Die Folge: eine aktuell stark steigende Nachfrage nach elektrisch angetriebenen Baumaschinen – vor allem in den skandinavischen Ländern, in den Benelux-Staaten, Frankreich, Österreich, der Schweiz und Deutschland.

Vom Bodenaufbruch bis zu Verdichtungsarbeiten wurde die gesamte innerstädtische Baustelle in Kopenhagen vollkommen emissionsfrei und geräuscharm betrieben.

Pioniere mit Erfahrung

Für die Wacker Neuson Group, ein führender Hersteller von Baugeräten und Kompaktmaschinen, ist die Thematik allerdings alles andere als neu. Das Unternehmen hat bereits vor sechs Jahren eine Vorreiterrolle eingenommen und sich der technischen Herausforderung im Bereich der Elektrifizierung von Baumaschinen gestellt. Das erste batteriebetriebene Produkt von Wacker Neuson, ein Akkustampfer, wurde 2014 vorgestellt. Das Erfahrungskonto der Ingenieure ist dementsprechend gefüllt – auch weil sie den Austausch mit anderen Experten pflegen. Bei der Entwicklung der ersten Akkustampfer haben sie ihr Wissen zu Basistechnologien wie Elektrotechnik und Elektronik über die Zusammenarbeit mit Experten von Universitäten, Akku-Herstellern und Konfektionären angereichert. Das Ergebnis: ein speziell für den Einsatz in vibrierenden Maschinen entwickelter Lithium-Ionen-Akku, der sich durch Robustheit und Sicherheit auszeichnet und für den harten Baustellenalltag ausgelegt ist.

Das Portfolio der zero emission Familie für die Bauwirtschaft umfasst inzwischen 13 verschiedene Produkte: vom Innenrüttler über Akkustampfer, akkubetriebene Vibrationsplatten, Elektro-Radlader, Elektro-Minibagger bis zum Elektro-Rad- und -Kettendumper. Auf der Baustelle in Kopenhagen sind fünf von ihnen für das Ausheben, den Materialtransport und das Verdichten im Einsatz. Wacker Neuson ist der einzige Anbieter weltweit, der Kunden ein so breites Portfolio an elektrisch betriebenen Baumaschinen und -geräten zur Verfügung stellt. Und das funktioniert gänzlich ohne Leistungseinbußen. Im Gegenteil: Der Elektro-Radlader, der auf der Baustelle im Einsatz ist, übertrifft sogar die Kipplast eines dieselbetriebenen Radladers der gleichen Größenklasse.

Dieser Akku kann insgesamt sieben verschiedene Geräte antreiben und werkzeuglos gewechselt werden.

Ein Akku – sieben Geräte

Bei elektrischen Stampfern, Vibrationsplatten und Betoninnenrüttlern kann der gleiche modulare Akku für alle Geräte verwendet werden. Dabei lässt sich der Akku werkzeuglos wechseln. In der Regel reicht eine Akkuladung für einen durchschnittlichen Arbeitstag. Damit weist er Praxistauglichkeit auf. Ist der Akku entladen, kann er mit wenigen Handgriffen gegen einen geladenen Akku ausgetauscht werden. Und mit dem Schnellladegerät ist er nach der Mittagspause schon wieder einsatzbereit. Das freut die vor Ort tätige Baufirma, die die Geräte über eine Mietfirma ausgeliehen hat. Und elektrisch angetriebene Maschinen haben einen weiteren Vorteil: Die klassischen Wartungsarbeiten am Vergaser, an Filtern und Schmierstoffen sowie am Keilriemen entfallen und die Service- und Betriebskosten sind deutlich geringer. „Unsere Erfahrungen zeigen, dass zero emission Maschinen leicht zu bedienen sind, kein spezielles Training benötigt wird und sie genauso zuverlässig wie konventionelle Maschinen arbeiten“, stellt Peter Fritzbøger, Vertriebs- und Marketingleiter beim Mietpark GSV, fest. Ein unkompliziertes Handling trägt dazu bei, die Akzeptanz der Anwender für neue Antriebsformen zu erhöhen.

Generell ergeben sich vor allem für lärm- und abgassensible Orte mit den emissionsfreien Maschinen Vorteile. Dazu zählen Kliniken, Kindergärten, Schulen, Umweltschutzgebiete oder Tierparks. Aber auch Arbeiten im Innenraum, in halboffenen Gräben, in Tunneln oder auf Nachtbaustellen in Wohngebieten und im innerstädtischen Bereich profitieren von der zero emission Reihe. In Kopenhagen kommt hinzu, dass die Vorgaben zu Lärmemissionen eine Nachtbaustelle mit konventionellen Baumaschinen gar nicht zugelassen hätten.

Emissionsfrei rollen die Maschinen von Wacker Neuson durch die Innenstadt von Kopenhagen.

Blick in die Zukunft

Blickt man auf den gesamten Baumaschinenmarkt ist ein Großteil der Produkte heutzutage noch mit Verbrennungsmotoren ausgestattet. Allerdings hat sich auch bei den dieselbetriebenen Baumaschinen einiges getan: Sie stoßen mittlerweile weniger CO2 aus als ein PKW. In den vergangenen 15 Jahren wurden die Emissionen der Dieselmotoren im Land- und Baumaschinenbereich um 95 Prozent gesenkt. Dementsprechend werden in der Baumaschinenbranche künftig weiter verschiedenste Antriebsformen zu finden sein – elektrische Antriebe, Hybridantriebe, synthetische Kraftstoffe sowie der Dieselantrieb. Die Bauarbeiter in Kopenhagen sind allerdings begeistert, dass sie bereits heute schon emissionsfrei arbeiten können.


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29.12.2020
Quelle: Neudenken