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Anzeigensonderveröffentlichung
Pilotprojekt

Eine Brücke zur Blockchain-Welt

Während die Europäische Zentralbank (EZB) mit der Entwicklung des digitalen Euros den Zahlungsverkehr modernisiert, arbeiten Institute wie die DZ BANK intensiv daran, die Abwicklung von Kapitalmarktprodukten, wie etwa Wertpapiere, über die Blockchain zu ermöglichen.

So war die DZ BANK kürzlich als eines von sechs Instituten an einem Projekt beteiligt, bei dem sie gemeinsam mit der Deutschen Börse, der Bundesbank und der Finanzagentur des Bundes die Abwicklung von Blockchain-basierten Wertpapieren in Zentralbankgeld erfolgreich getestet hat. Bei der hierfür entwickelten Abwicklungsschnittstelle handelt es sich um eine Trigger-Lösung – also eine technische Brücke zwischen der Distributed-Ledger-Technologie (DLT) und dem konventionellen Zahlungsverkehr.

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Bundesanleihe in vollständig digitaler Form

Auf einem von der Deutschen Börse betriebenen Blockchain-Netzwerk hat die Finanzagentur eine zehnjährige Bundesanleihe in vollständig digitaler Form begeben und in einem kleinen Kreis von Banken platziert, zu denen auch die DZ BANK gehörte. Im zweiten Schritt wurden dann Sekundärmarkttransaktionen in der gleichen Art und Weise zwischen den verschiedenen Banken erfolgreich durchgeführt. Technisch wurde dafür eine Schnittstelle zwischen TARGET2, dem Zahlungsverkehrssystem des Eurosystems, und einem DLT-Wertpapiersystem geschaffen, bei der eine Wertpapiertransaktion die dazugehörige Zahlung automatisch auslöst („triggert“) und erst nach erfolgreichem Abschluss derselben die Übertragung des Wertpapiers abschließt.

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Die Besonderheit dieses Pilotprojektes lag in der direkten technischen Verknüpfung zwischen dem Wertpapiertransfer auf dem Blockchain-Netzwerk und dem Zahlungstransfer zwischen den jeweiligen TARGET2-Konten der Beteiligten im Eurosystem. „Das Projekt hat somit eine Brücke zwischen der Blockchain-Welt und der des konventionellen Zahlungsverkehrs zwischen Banken gebaut, die für eine Vielzahl von Einsatzmöglichkeiten nutzbar ist – zum Beispiel für die Wertpapierabwicklung“, sagt Holger Meffert, Leiter Wertpapiermanagement bei der DZ BANK. Unter Nutzung der DLT könnten Wertpapiere von Unternehmen darüber deutlich effizienter und günstiger emittiert werden. „Dadurch wären auch kleinere Stückelungen möglich und wirtschaftlich sinnvoll, was insbesondere die Finanzierungsmöglichkeiten von Mittelständlern erweitern würde“, erklärt Holger Meffert.

Die Trigger-Lösung ermöglichte eine systemübergreifende Abwicklung, ohne Intermediäre einzuschalten. Dafür hält sie den Prozess im Blockchain-Netzwerk an und schließt ihn erst nach der erhaltenen Bestätigung der Zahlungserfüllung im Eurosystem endgültig ab. Wertpapiere und Zentralbankgeld wechseln erst bei erfolgreicher Bestätigung aller Parteien den Besitzer. „Diese Zug-um-Zug-Abwicklung minimiert das Ausfallrisiko für Käufer und Verkäufer“, erklärt Holger Meffert.

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Für Vielzahl von Einsatzmöglichkeiten nutzbar

„Nach dem erfolgreichen Test dürfte die Implementierung einer entsprechenden Lösung durch das Eurosystem in relativ kurzer Zeit möglich sein – zumindest deutlich schneller als etwa die Emission von digitalem Zentralbankgeld“, sagte Burkhard Balz, der im Vorstand der Bundesbank für die Bereiche Zahlungsverkehr und Abwicklungssysteme zuständig ist, laut einer Mitteilung der deutschen Zentralbank.

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Zugleich bewiesen die Teilnehmer damit, dass eine technische Brücke zwischen der Blockchain-Technologie und dem konventionellen Zahlungsverkehr grundsätzlich zur Wertpapierabwicklung in Zentralbankgeld genutzt werden kann, ohne dass digitales Zentralbankgeld geschaffen werden muss. Auch die sonst übliche Erstellung von „Token“ war nicht notwendig. Denn während bei DLT-basierter Abwicklungen meist Werte und Geld in Form von Token dargestellt werden, also als Abbildung in der DLT-Umgebung, kommt es bei der jetzt vorgestellten Lösung nicht zum Einsatz von tokenisiertem Geld. „Weil die im Projekt getestete Lösung in verschiedenen Blockchain-basierten Abwicklungssystemen eingesetzt werden kann, ist sie ein wichtiger Schritt für die weitere Verwendung der Distributed-Ledger-Technologie im Finanzsektor und in der Realwirtschaft“, ist sich DZ-BANK-Experte Holger Meffert sicher.

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Lesen Sie auch das Experten-Interview zur Entwicklung des digitalen Euros.

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V.i.S.d.P.: Martin Roth, DZ BANK, Platz der Republik, 60325 Frankfurt am Main
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