FAZ plus ArtikelEinspruch exklusiv

Fußball-Clubs in der Zwickmühle: Wenn Spieler sich zum Wechsel streiken

Von Oliver Simon und Philipp Deuchler
30.07.2021
, 19:17
Können sich Spieler wie Kevin Danso zum Wechsel streiken?
Der römische Grundsatz pacta sunt servanda gilt selbst im Profifußball. Doch was geschieht, wenn ein Spieler wie Kevin Danso in den Streik tritt, um einen Wechsel zu erzwingen? Ganz hilflos sind die Clubs arbeitsrechtlich nicht.

Immer wieder sehen sich Profifußball-Clubs mit der Situation konfrontiert, dass Spieler durch Streiken einen Wechsel forcieren wollen. Ein aktuelles Beispiel ist der Fall Kevin Danso. Der Spieler des FC Augsburg, wurde in der vergangenen Woche aus dem Trainingslager des FCA nach Hause geschickt, nachdem er den Verantwortlichen mitgeteilt hatte, dass er nicht mehr für den Club trainieren und spielen könne.

Stefan Reuter, Manager des FCA, kritisierte das Vorgehen mancher wechselwilliger Spieler mit den Worten: „Es ist eine Unsitte, dass Verträge für Vereine bindend sind, aber wenn ein Spieler eine andere Idee hat, dann interessiert ihn sein Vertrag nicht mehr.“ Dem Juristen wird hier sogleich der schon im römischen Recht geltende Grundsatz pacta sunt servanda (Deutsch: Verträge sind einzuhalten) in den Sinn kommen. Doch wie verhält es sich, wenn sich der Spieler gerade nicht vertragstreu verhält, sondern die Arbeit verweigert, um seinen Wechsel zu erzwingen? Welche rechtlichen Möglichkeiten bieten sich den Clubs und wie können sie sich schützen?

Testen Sie unser Angebot.
Jetzt weiterlesen.

Testen Sie unsere Angebote.
F.A.Z. PLUS:

  FAZ.NET komplett

: Aktion

Diese und viele weitere Artikel lesen Sie exklusiv mit F+
Quelle: F.A.Z.
  Zur Startseite
Verlagsangebot