FAZ plus ArtikelKeine Berufung eingelegt

Neckermann-Chefs haften nicht

Von Marcus Jung
01.09.2021
, 21:16
Das Landgericht Frankfurt verneint Pflichtverletzungen der Neckermann-Chefs
Frühere Organe des Handelskonzern Neckermann haften nicht für die Insolvenz 2012. Eine Klageabweisung durch das Landgericht Frankfurt ist nun rechtskräftig.

Die früheren Geschäftsführer und Aufsichtsräte des insolventen Frankfurter Handelskonzerns Neckermann müssen nicht mehr mit ihrer persönlichen Haftung rechnen. Insolvenzverwalter Michael Frege hat auf die Einlegung von Rechtsmitteln gegen ein früheres Urteil des Landgerichts Frankfurt von Ende April verzichtet. Damit ist die Klageabweisung rechtskräftig.

Frege, der seit Sommer 2012 als Insolvenzverwalter neben seinem Partner-Kollegen Joachim Kühne von der Kanzlei CMS Hasche Sigle das Sagen in dem einst traditionsreichen Handelsunternehmen hat, legte keine Berufung ein. „Der Gegenstand des Rechtsstreits war komplex. Deshalb war stets offen, wie das Gericht entscheiden würde“, erklärt Frege auf Nachfrage der F.A.Z. in einer E-Mail. Das vom Gericht getroffene Urteil und die Begründung seien von den mit dem Rechtsstreit befassten Prozessanwälten, der Insolvenzverwaltung und dem Gläubigerausschuss eingehend geprüft worden. „Nach dieser Prüfung ist entschieden worden, das Urteil des Landgerichts Frankfurt am Main anzunehmen.“

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Quelle: mj.
Autorenbild/ Marcus Jung
Marcus Jung
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