Bücher-Podcast

Manche Romane wirken wie Medizin: Alice Walker über den Klassiker „Die Farbe Lila“

Von Paul Ingendaay
02.01.2022
, 07:01
Szene aus Steven Spielbergs Film „Die Farbe Lila“ (1985), der für elf Oscars nominiert war und keinen einzigen gewann
Szene aus Steven Spielbergs Film „Die Farbe Lila“ (1985), der für elf Oscars nominiert war und keinen einzigen gewann Bild: A.P.L.
„Die Farbe Lila“, neu übersetzt: Ein Gespräch mit Alice Walker über das Fortleben ihres Bestsellers, Steven Spielbergs Verfilmung und die Lehren der Literatur.
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Vor fast vierzig Jahren erschien in den USA Alice Walkers Roman „Die Farbe Lila“ („The Color Purple“). Damit begann der Siegeszug einer Geschichte über schwarze Frauen im amerikanischen Süden, über Missbrauch, Gewalt und Machismo. Als erste schwarze Frau überhaupt erhielt die Autorin den Pulitzer-Preis für Literatur. Steven Spielbergs Verfilmung von 1985, die eine völlig unbekannte Whoopi Goldberg zum Star machte, brachte die Themen des Romans in den Mainstream und übergoss sie mit dem Sirup des Melodrams.

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Das änderte nichts daran, dass „Die Farbe Lila“ ein enorm wichtiges Stück Literatur blieb, weitergereicht, neu gedeutet und den aktuellen Debatten um Rassismus, Bürgerrechte und kulturelle Identität ausgesetzt. Aus Anlass einer neuen deutschen Übersetzung des Romans im Ecco Verlag habe ich mit der inzwischen 78 Jahre alten Alice Walker gesprochen und sie zu Bedeutung und Nachleben ihres Klassikers befragt. Jetzt wissen wir: Es gibt nicht nur den Film zum Buch oder das Musical zum Buch, sondern demnächst sogar eine Verfilmung des Musicals.

Alice Walker: "Die Farbe Lila". Roman. Aus dem Amerikanischen von Cornelia Holfelder-von der Tann. Ecco Verlag, 320 Seiten, 20 Euro.

Zu Steven Spielbergs Verfilmung:
The Making of „The Color Purple“.

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Quelle: FAZ.NET
Autorenporträt / Ingendaay Paul
Paul Ingendaay
Europa-Korrespondent des Feuilletons in Berlin.
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