Bücher-Podcast

Norbert Gstrein und sein Roman „Der zweite Jakob“: Schuld, Scham und Abscheu

27.03.2021
, 11:28
In „Der zweite Jakob“ wird ein bald sechzig Jahre alter Schauspieler von seiner Tochter gefragt, was das Schlimmste sei, das er je getan habe. Ein Abend aus dem Literaturhaus Frankfurt stellt den Roman vor.

Man habe ihm eine Liste gegeben, hatte der junge Mann, der die große Biographie zum Sechzigsten des Schauspielers schreiben sollte, gleich beim ersten Besuch gesagt, darauf all das, was er besser nicht fragen solle. Er wolle sicher nicht wissen, was alles darauf stehe. Das Manuskript dieser Biografie, hat die Tochter des Schauspielers später gesagt, sei schlimm in seiner bestürzenden Harmlosigkeit, es mache ihn zu einem blassen Zeitgenossen. Später war sie es selbst, die ihren Vater fragte, was das Schlimmste sei, das er in seinem Leben getan hätte.

In „Der zweite Jakob“ lässt Norbert Gstrein diesen Schauspieler sein Lebensgeständnis ablegen: ein Roman über Schuld, Scham und Abscheu, über das Altern und die Identität.

Am 1. März hat Norbert Gstrein „Der zweite Jakob“ im Frankfurt Literaturhaus vorgestellt. Das Publikum hat per Video-Übertragung teilgenommen. Es moderierte Sandra Kegel.

„Der zweite Jakob“ von Norbert Gstrein ist im Hanser Verlag erschienen, hat 448 Seiten und kostet 25 Euro.

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Quelle: FAZ.NET
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