F.A.Z.-Gesundheitspodcast

Kann man Zuversicht lernen?

Von Lucia Schmidt
07.01.2022
, 19:00
Ein Sonnenaufgang vermittelt Zuversicht - jeden Morgen wieder.
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Ein Sonnenaufgang vermittelt Zuversicht - jeden Morgen wieder. Bild: dpa
Nach fast zwei Jahren Pandemie fällt es vielen Menschen schwer, positiv auf das tägliche Leben mit seinen Einschränkungen zu blicken. Doch es gibt Strategien, um optimistisch in das neue Jahr zu starten.
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Melanie Wolfers, Philosophin, Theologin und Buchautorin, erklärt im Podcast, dass Zuversicht eine Haltung ist. Und zeigt auf, wie man Handlungsspielräume entdeckt und ergreift.

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Transkript (automatisch transkribiert)

[00:00 Speaker 1] Das Neue Jahr ist erst ein paar Tage alt und hinter uns allen liegt ein Jahr voller Corona. Gerade die letzten Wochen. 2021 hat Deutschland mit der 4. Welle voll erwischt. Trotzdem das Leben geht weiter ein neues Jahr liegt jetzt vor uns als Gesellschaft und für jeden individuell noch ganz Planck noch wissen wir nicht, was ist für uns bereithält. Dieses Jahr 2022 lässt sich von uns noch gestalten ganz nach den eigenen Wünschen Form, also ein Grund voll Zuversicht eigentlich in dieses Jahr zu gehen alle zum Trotz du wie gelingt es in schwierigen Zeiten, ob sie nun persönlich sind oder gesellschaftlich wie hier Deutschland oder zumal die klappt es in solchen Zeiten zuversichtlich zu bleiben oder wieder zuversichtlich zu werden, Melanie Wolfers hat sich mit diesem Thema auseinandergesetzt, Philosophen Theologen und mutmacherin wie sie selbst sagt 2004 hebt die Experten für Lebensfragen und Spiritualität in einer christlichen Ordensgemeinschaft in Main weiß es ist Autorin sie ist Rednerin und hat selbst ein Podcast ganz schön mutig heißt der Podcast 2 ein erfülltes Leben. Ja und jetzt hat sie sich ein Buch mit dem Thema Zuversicht beschäftigt, was ich in solchen Zeiten sehr ansprechend fand im Mund gerade an. So einen wie schon gesagt neuen Jahr Buch Zuversicht die Kraft die an das morgen klappt, dann gibt sie unter anderem Tipps, wie man aus einer solchen Krise neben rauskommt, hat eigentlich Zuversicht und Hoffnung gemeinsam haben und wie man gestärkt im Leben steht, mein Name ist Luzia Schmidt im ich freue mich, dass sie heute uns hier zu hören, dass ich vielleicht ganz zuversichtlich am Ende aus diesem Podcast rausgehen und begrüße jetzt aber erstmal ganz ganz herzlich Melanie Wolfers, hallo schön, dass Sie da sind.

[02:11 Speaker 2] Hallo Frau Schmidt, danke für die Einladung.

[02:19 Speaker 1] Ja, in veschiedene Kontext gestellt, das ist eben ein Wort, das ist das ein Einstellung ist das ein Gefühl ist Zuversicht etwas was Menschen auch ganz ganz unterschiedlich wahrnehmen, kann sie wo sie sich mit dem Wort für sag ich jetzt mal beschäftigt haben intensiv von Side eine Definition für was Zuversicht eigentlich ist.

[02:38 Speaker 2] Ja, ich verdeutliche gerne die Kraft und die Haltung der Zuversicht mit einer Geschichte nehme ich die bekannte Parabel von den drei frischen da gehen drei Frösche auf Wanderschaft und fallen in einen Topf voller Sahne und der Rand des Kruges ist so hoch, dass sie nicht rauskommen und der erste Frosch denkt optimistisch auch, da wird uns schon jemand rausholen paddelt ein bisschen schlabbert an der Sahne. Doch ist holt ihn jemand raus, also sinkt zu Boden und ersäuft der zweite Frau stinkt pessimistisch. Ach, hier hilft kein Einsatz, wir sind rettungslos verloren. Er hört auf zu strampeln geht unter. Und das läuft der dritte Frosch denkt. Ohauerha, das ist eine schwierige Situation hier hilft nur strampeln und der strampelt und strampelt mit seinen kleinen Beinchen bis die Sahne zu Butter geworden ist und er mit einem Sprung sich aus dem Topf befreien kann und diese Geschichte verdeutlicht sehr schön, was Zuversicht ist im Unterschied z.B. zu einem blauäugigen naiven Optimismus oder eben auch zu Pessimismus eine zuversichtliche Person erkennt den Ernst der Lage die nimmt, also die Schwierigkeiten war lässt sich aber davon nicht leben, sondern sie entdeckt zugleich Perspektiven, die sich auftun, man kann vielleicht auch sagen, sie ist possibilistic, also possibility eine Person die Möglichkeiten sieht und die den Mut und den Schwung hat die vorhandenen Spielräume zu nutzen, wenn die noch so klein sind und von daher bezeichnet Zuversicht gerne als eine Art Spürsinn für das was die Zukunft an positiven Möglichkeiten mit sich bringen könnte ein Spürsinn. Der mich dann eben auch handeln lässt, wer in in in die Tatkraft hinein führt und wir sind ja persönlich und gesellschaftlich wie die sagen von ihrer Einleitung hier gewissermaßen zu in den sahnetopf gefallen und da hilft eben nur Strand und die Zuversicht ist die Kraft, die uns dazu die Energie gibt zu strampeln, um uns den Krisen zu stellen und Spielräume zu entdecken und zu ergreifen.

[04:40 Speaker 1] Aber wenn man Ihnen zuhört diesere Corona Zeit zurückblickt und vermutlich auch nach vorne blicken, muss noch Zuversicht bringt auch ganz viel Ausdauervermögen mit sich, wenn ich ihn zu hör der Frosch das geschafft hatte. Tja ohne Ende gestrampelt, also Zuversicht ist mit der Kraft in ein paar Tagen an geht.

[04:58 Speaker 2] In der Tat also Zuversicht ist und sie hat mir vorhin gesagt ist ein Gefühl einer Haltung, ich glaube Zuversicht, dass ein ganzheitliches geschehen und man kann ja also man spricht ja auch, ich fühle mich zuversichtlich oder ich habe meine Zuversicht verloren, da meint man das Gefühl von Zuversicht, aber grundsätzlich glaube ich ist Zuversicht eine Haltung eine Einstellung, die ist Tag für Tag auch. Zu entdecken zu stärken und zu wählen gilt, also und dass er eignet sich nicht per Knopfdruck und ich glaube auch Zuversicht bewährt sich auch eben in der Kraft der Geduld, also so wie der Frosch strampelt und strampelt und strampel bis die Sahne zu Butter geworden ist, also Zuversicht und Geduld sind vielleicht auch so Geschwisterpaare Geduld ist ein wesenselement von Zuversicht, weil sie eben befähigt die Kunst der kleinen Schritte auszuüben anstatt, dass ich auf einmal zu schnell zu viel verlange oder resigniert das Handtuch werfen, wenn ich nicht unmittelbar beim Ziel ankomme, also die Geduld befähigt uns beharrlich weiter zu gehen, auch wenn der Weg zum Ziel steinig ist und ich eine Zeit brauche.

[06:00 Speaker 1] Diese Situation im Leben und jetzt kann dir das so ganz schön beschrieben, was das ist Zuversicht, was man dafür alles braucht, gibt ja also prinzipiell Menschen, die schauen. Positiver zuversichtliche ausleben anderen negativer, die gehen immer erst noch von dem schlechten Ereignis aus was eintreten wird, diese Grundhaltung ist die uns irgendwie angeboren anerzogen kriegt man die mit und wenn ich jetzt eher der sag ich mal pessimistische Mensch bin habe ich überhaupt Chancen da im Leben so zuversichtlich zu werden, wie manch anderer?

[06:42 Speaker 2] Also ich denke, es ist wichtig so zu unterscheiden zwischen einem also danke mal so natürlich wissen wir das viel auch genetisch verankert ist auch an an Zugriff zur Welt und dass wir auch biografisch natürlich auch sehr sehr unterschiedlich geprägt sind gar also entwickelt jemand in in in Kindheit Jahren aufgrund auch von guten tragfähigen Beziehung auf Grund Vertrauen in sich in andere Menschen in das Leben oder ist da er einfach auch Misstrauen grundgelegt, weil weil man unter ganz schwierigen Bedingungen aufwächst, also von daher sind die Startbedingungen in unserem Leben. Sehr sehr unterschiedlich und zugleich und das ist denke ich so, dass wichtige bei der Haltung der Zuversicht ist es eben nicht einfach eine Frage der Gene oder ausschließlich der Biografie, sondern eine Haltung, die wir immer wieder auch neu wählen können. Also wir stehen Tag für Tag haben wir eigentlich die Möglichkeit uns für eine Richtung zu entscheiden und oder oder ja nämlich möchte, ich versuche den Schwierigkeiten zuversichtlich zu begegnen oder überlasse ich meiner negativen sich zu ihren Lauf und komm immer mehr auch in den Tunnel von Resignation von Angst oder von Ohnmacht hinein und da denke ich schon, das ist auch was sehr nüchtern zu betonen. Am Anfang jeden Lernens steht die Entscheidung etwas lernen zu wollen und das gilt eben auch für Zuversicht, das heißt um in eine zuversichtliche Haltung hineinzufinden muss ich auch immer wieder neu mich entscheiden ja, wenn ich mit diesem schweren konfrontiert bin. Möchte ich mich dieser Situation stellen und möchte ich lernen ihr mit mir Zuversicht zu begegnen und das lässt sich es gibt viele Quellen von Zuversicht, die wir frei legen können und aus dem wir schöpfen können.

[08:29 Speaker 1] Ja werden wir an der Stelle noch mal wichtig zu sagen nicht von Menschen, die tatsächlich irgendwie depressiv sind oder psychisch erkrankt sind, also so in einem zierlichen Nachsitzen oder Nettoprinzip von von Menschen, die in das eigentlich gut geht ihr aber vielleicht gestresst sind ja etwas erlebt haben, was sie runtergezogen hat, die irgendwie einfach ja Zweifel zumindest in die Zukunft gucken. Sie sagen das kann man lernen. Beschreiben Sie auch in ihrem Buch an. Ich sag mal verschiedenen Bausteinen können wir da mal so 1/2 als Beispiel nennen, sie kann ich dieses Lernen beginnen ich versuchen zu wichtig werden.

[09:10 Speaker 2] Ja, ich würde gerne nicht mit einem Baustein beginnen, sondern mit einem Hindernis der dass ich dem also ein ein Stolperstein der Stimmt zuversichtlich ein Leben in Weg stellt, weil das so nicht so ganz nah ist und auch so unmittelbar konkret handhabbar und zwar möchte ich gerne auch noch mal mit einer kurzen Geschichte beginnen, weil die finde ich echt was ausdrückt nehme ich da kommt ein Professorinnen Seminar zu Studierenden und also Psychologie studieren und sagt ich möchte mit Ihnen heute einen Test machen und halten Blatt aus auf dem ein schwarzer Punkt zu sehen ist und er gibt den die Aufgabe, sie haben zehn Minuten Zeit beschreiben Sie was Sie sehen. Die Studierenden sind verwirrt schreiben dann 10 minuten auf was Sie sehen, dann sammelt der Professor die Blätter einschließt die Sache vor schmunzelt und sagt ja sehen Sie sie haben alle in Länge und Breite die Lage des Punktes seine Struktur die Färbung beschrieben, aber niemand hat die über das weiße Blatt Papier geschrieben. Und ähnlich ist es denke ich im Leben und das verdeutlicht diese Geschichte einfach auch so schön, was was auf viele Studien zeigen, die menschliche Wahrnehmung arbeitet unzuverlässig und zu dieser Unzuverlässigkeit gehört auch, dass wir uns einseitig auf das Negative konzentrieren im Bild gesprochen unser Gehirn beschäftigt sich wie von selbst mit den dunklen Punkt, mit dem was fehlt belastet, was weiß ich eine gesundheitliche Beschwerden ein verregneter Skiurlaub, wo es irgendwie die Schlüssel Blumen wachsen anstatt Schnee auf der Piste ist ein Choleriker Chef das positiv hingegen Gerät ähnlich, wie das weiße Papier schnell aus dem Blick und dieser negativ Focus hat durchaus sinnvolle Gründe, also gerade auch evolutiv bedingt ist eingefahren sensibles Gehirn von Vorteil gewesen. Aber das Problem liegt darin, dass wir die Wirklichkeit negativ verzehren und in der Folge erscheint die Wirklichkeit negativer als sie ist dunkler gefährlicher katastrophaler und das Ich natürlich die Zuversicht, also, das ist jetzt nicht ein Baustein für zuversichtliches Leben, sondern ein Stolperstein, der sich dem zufällig sich im Leben in Weg stellt und von daher ist auch ein Schritt hin, dass ich in eine zuversichtliche Haltung finde, so die Frage ja oder ja, wie nehme ich die Welt war, mit welcher Optik blicke ich auf die Realität und da kommt jetzt sozusagen ein Baustein auch direkt da kommt den Tagesbeginn und den Tagesende einfach eine ganz ganz große Bedeutung zu also sorge ich für einen guten Tagesausklang, vielleicht mit ruhiger Gespräch schöner Musik oder führe ich ähnlich wie ein dankbarkeitstagebuch ein Zuversicht Tagebuch, das heißt ich Blick auf den vergangenen Tag zurück. Notiere mir zwei drei Ereignisse, die mich heute hoffnungsvoll gestimmt haben, wenn ich mit solchen Bildern einschlafe, wird das die Nachtruhe und den Start in den neuen morgen gut tun.

[12:04 Speaker 1] Weiß ich jeden Tag machen würde zumindest 2-3 mal die Woche kann ich mich einigen, dass du zum Ritual wirst du mit Leuten die tatsächlich irgendwie, wenn ich nicht die Kündigung auf der Arbeit weist eine Partnerschaft akuten Krise sind und sich fragen, ja, wie soll es denn jetzt weiter gehen, das ist doch alles irgendwie ganz groß war ist er vielleicht nicht in jeden Abend sozusagen sechs Buch zu schreiben oder Frau IVA oder schneller Hilfe die auch nochmal Tipps wieder zuversichtlich zu werden.

[12:40 Speaker 2] Teiliges jetzt nicht so ganz ihre Einschätzung, das ist akuter wird also ich sag gleich schon auch noch andere Punkte, aber ich bin ja in der Beratung tätig und mache schon die Erfahrung, dass du dieses Bemühen oh das geht ja nicht darum ein Buch oder irgendwie einen großen Artikel zu schreiben am Abend, sondern Dich zwei drei Stichworte zu notieren, es ist ein Unterschied, ob sie abends mit dem Corona Zahlen einschlafen oder ob sie mit positiven Bildern Einschlafen das wird sich in ihrer Nachtruhe bemerkt. Also, ich glaube tatsächlich, dass man da relativ schnell lauf ist, zuende ich noch nicht gleich eine Gewohnheiten gute Ritus, das ist hilfreich, wenn es zu einer solchen wird, aber meine Erfahrung ist dass das schon relativ schnell ein bisschen wie die Blickrichtung auf den Tag verändert, aber Sie fragen jetzt noch nach anderen handfesten Ding ich sagte einfach noch mal 2-3, also zum einen und das haben in Carona zeiten extrem viel erlebt ich ja auch so sich in der Natur zu bewegen und da gibt es auch interessante Forschungen aus der Schweiz, das heißt hoffnungs Barometer, da wurden Zehntausende von Leuten über zehn Jahre hinweg befragt, was du ihre größten Quellen in Sachen Zuversicht sind und an zweiter Stelle wurde über zehn Jahre hinweg immer die Natur genannt und das wundert nicht, also ihm in die Natur hinauszugehen und am besten noch sich in ihr zu bewegen. Die Natur ist nicht nur Umwelt, sondern mit Welt, wir kommen aus der Natur, wir sind ein Teil von ihr und deswegen können uns andere lebendige Wesen Tiere Blumen Bäume aus einer tiefen Ebene ansprechen, wenn wir den Wind auf der Haut spüren die Vögel singen hören und so kann die Natur helfen zu spüren, was es heißt lebendig zu sein oder mit Albert Schweitzer, ich liebe das Zitat, ich bin leben das Leben will inmitten von leben, das Leben will und das stärkt Zuversicht. Die Erfahrung von Verbundenheit und das spüren, ich bin irgendwie angeschlossen an den Strom des Lebens eine zweite Quelle, die auch glaube ich sehr schnell handhabbar ist, also gerade, wenn man auch sehr in Krisen ist euch sag deiner 2. Also das eine ist so aus der Erinnerung zu schöpfen. Also das Leben mutet uns allen ja, immer wieder schwierige oder auch sehr harte Situation zu und das heißt aber auch wir alle haben uns im Laufe des Lebens viele Kompetenzen angeeignet damit umzugehen und wenn man sich in Krisen in Erinnerung ruft, was man alles schon bewältigt hat, dann kann das die Einsicht Stärken ja, ich bin damals mit der Geschichte ganz gut klar gekommen und das vertieft zugleich das Vertrauen in dich selbst und die Fähgigkeit dem Leben gewachsen zu sein und dass mir heute ähnliches möglich ist, also so die Kraft der Erinnerung das Schätzen aus den wissen ich habe schon manche Krisen bewältigt und ein dritter. Noch der bei diesem hoffnungs Barometer als erste zentrale Quelle immer genannt worden ist das in tragfähige Beziehungen, also so die Erfahrung zum einen vertraut uns eine Person und traut sie uns etwas zu dann fest ich dass das Vertrauen in uns selbst und zum anderen natürlich, wenn ich in Krisen wenn der Boden unter den Füßen wackelt, weißt da gibt es Menschen auf die ich bauen kann das jetzt einfach Zuversicht und Hoffnung frei und von da ist es hilfreich sich in Krisen zu fragen, boah, wen kann ich denn jetzt anrufe? An Wen kann ich mich wenden und Westen Schulter kann ich mich mal lehnen.

[16:04 Speaker 1] Krümeln sondern Zusagen einhält Freund Freundin Partner Familie, das beschäftigt mich gerade.

[16:10 Speaker 2] Genau die Hand ausstrecken, also ja die Hand ausstrecken signalisieren, hallo und das ist ja denke ich schon häufig auch auch so das Elend, wenn man sich so mies fühlt, dass man dann auch so den Eindruck hatte, ich bin mutterseelenallein auf der Welt und das verschärft noch mal die Note, wenn man den Eindruck hat und ich sitze hier alleine im Boot auf auf dem unbegrenzten Ozean so in etwa so gefühlt und wenn ich da aus dem Schneckenhaus heraus dreht und nicht mich in mich verkriech oder meine ich muss als einsamer Wolf durchs Leben gehen und darf niemanden um Hilfe bitten, sondern wenn ich es wage mich zu zeigen in meiner Not, dann kann ich die Erfahrung machen. Hoffentlich ja, der gibt es Menschen, die mich hören, die mir zur Seite stehen, die mitfühlen und die vielleicht auch wirklich ganz tatkräftig mich unterstützen und das stärkt Zuversicht.

[17:04 Speaker 1] Ja, dann mal ins Nachdenken kommt immer die selbst umsetzt in was für einer Lebensphase man auch gerade ist, ich habe vorhin in der Vorstellung von ihnen gesagt, sie sind auch Theologin und wenn man ihr Buch liest, dann geht es eben bei dem Thema Zuversicht auch umfassen und auch um Geduld ich ich selbst bin, wenn auch katholisch oder gleich denken und Geduld und auch vielleicht die Zuversicht, das hat ja auch irgendwie was mit Glauben zu tun oder spielt auch in dem christlichen Glauben und immer wieder eine Rolle ist, das für sie auch in Zusammenhang da oder bitten Sie Zuversicht ganz das und theologisch.

[17:46 Speaker 2] Also ich meine die Punkte, die ich gerade genannt habe, die sind jetzt ja nicht nur was für Menschen, die sich als religiös oder gläubig verstehen, also das worüber wir bislang gesprochen haben und zugleich ist natürlich und das zeigen auch wiederum viele studien kaum etwas stiftet so viel Sinn und Halt und spendet mehr Zuversicht als gelebte Spiritualität als ein tragfähiger glaube und sicher werden uns jetzt Menschen zuhören, die dich nicht als praktizieren Glauben der ansehen und dennoch ich glaube jeder Mensch kann aus solchen Quellen schöpfen, also die ganze achtsamkeits Bewegung z.B. die will ja eben auch dazu und helfen sich ganz auf die Gegenwart zu konzentrieren und dass ich aufmerksam werde für das was da ist, also indem ich die Natur mit allen Sinnen spüre den Duft eines geliebten Menschen einatme in die Stille eintauche und manchmal blitzt in solchen Augenblicken. Für das Wunder schlichten Designs auf irgendwie, dass es eigentlich schon ziemlich erstaunlich ist, dass ich gerade jetzt am Leben bin und manchmal Arndt man dann, wenn man wach ist für das Hier und Jetzt in der Gegenwart von etwas größeren zu sein und der Religionsphilosoph Martin Buber sagt einmal der Augenblick ist das Gewand Gottes. Und ich glaube diese Erfahrung in der Gegenwart anzukommen und darin auf einmal eine Verbundenheit mit etwas großen Ganzen zu spüren oder zu spüren, ich bin eingebettet in einen Zusammenhang, der über alles begrenzte hinausreicht darin liegt eine spirituelle Grunderfahrung, wie viele Religionen miteinander verbindet, die aber auch Menschen machen können, die sich keiner Religion zugehörig fühlen und wir das spürt, ich bin in einen großen Ganzen Zusammenhang eingeordnet und ich als Christen nennen diesen Zusammenhang Liebe göttliche Liebe, wenn ich das sah Arne dann kann das ein Vertrauen und eine Zuversicht schenken, die mir irgendwie selbst im fallen. Nochmal die Ahnung vermittelt, wie heißt das im Gedicht von Rainer Maria Rilke und doch ist einer welcher alles fallen unendlich sanft in seinen Händen hält.

[19:59 Speaker 1] Ja Literatur im Gedicht in in Sprüchen und Geschichten sehr viel wird Zuversicht vermittelt. Wörter man ihn jetzt zugehört. Hatte die letzten Minuten wir kommen einfach nicht vergessen, aber ja, wir stehen jetzt eines neuen Jahres und das letzte Jahr warten mit Sicht auf die Panini nicht immer, so, wie man das gewünscht hat. Manchmal hat man das Gefühl es wird immer schlimmer, als man dachte, das trinkt einfach Angst und Unsicherheit mit sich geklappt, das muss man auch nicht wegreden. Jetzt Sie ganz persönlich ganz viel erzählt, was sie anderen Menschen mit geben, die sie mit dienten ja reden, wie die Mut machen und sie selbst ganz persönliche gucken sie auf das jetzt vor.

[20:48 Speaker 2] Also, ich möchte jetzt auch wirklich persönlich antworten, aber vorweg Einsatz noch sagen oder ein Gedanken Zuversicht hei��t nicht, dass ich ohne Angst bin.

[20:56 Speaker 1] Deswegen auch meine Frage, wenn man so Menschen wie ihnen zuhört. Ja, soviel doch auch Positives und zuversichtlich ist dann in einem solchen Podcast ausdrücken kann man ja, glaube ich, selbst schnell das Gefühl geben, oh Gott, das schaffe ich nie das nur na ja.

[21:14 Speaker 2] Ja, deswegen ist das vielleicht darf ich diesen Gedanken noch kurz allgemein sagen, bevor ich dann auch tatsächlich persönlich antworte, wie ich ins neue Jahr schaue all das ist mir ein ganz ganz wichtiger. Vielleicht noch mal so Einleiten von der Geschichte vom Frosch her, der dritte Frosch der erste Frosch der optimistische, der denkt auch jemand wird uns retten. Der hatte keine Angst, der dritte Frau steht zuversichtliche der sito Mensch hier, ich stecke echt im Schlamassel und wir stecken persönlich und gesellschaftlich echt auch im Schlamassel mit der Pandemie. Wir stecken im Schlamassel oder im sahnetopf sind. Wir gefallen, wir stecken im Schlamassel. Auch mit den Verwerfung in der Gesellschaft, die ich wirklich ganz besorgniserregend finde, wir stecken im Blick auf auf die Klimakatastrophe vor Wahnsinnigen Herausforderungen und ganz ehrlich, wenn ein Mensch im Blick auf diese Punkte keine Angst verspürt, da muss ich sagen, da ist jemand vorsätzlich blind oder naiv und Zuversicht heißt eben gerade, dass ich eben in dem Schlamassel auch wirklich ankomme und mir mein Ohnmachtsgefühl auch eingestehen und meine Angst oder meine Enttäuschung oder meine Wut, also erst mal eben auch in dem gefühlten emotionalen Schlamassel an kommt der ja eigentlich da ist, weil erst dann wenn ich es zulasse, kann sich Schritt für Schritt dann auch was verwandeln und ich kann mich dann auch wieder vielleicht hin arbeiten oder hin bewegen auf eine Haltung, die auch Möglichkeiten sieht und und Handlungsspielräume entdeckt so und jetzt antworte ich auch persönlich. Also, wie schaue ich ins kommende. Ja, ich habe schon einiges gesagt, also gerade im Blick auch auf gesellschaftliche und globale Entwicklung schaue ich. Ich mit Sorge und ich bin viel in der Beratung mit Menschen tätig und bekomme einfach auch mit dass wir alle und ich selber ja auch irgendwie auch ein müder werden. Jetzt ist irgendwie so bald, sie sind zwei Jahre um mit der Pandemie, also ich ich schaue mit Sorge Hinweis, dass ich vieles nicht planen lässt, ich bin als Freiberuflerin tätig die letzten zwei Jahre waren für mich irgendwie auch eine Katastrophe, also, weil irgendwie alle Vorträge und so weiter so ungefähr ausgefallen sind und es gibt auch irgendwie habe ich den Eindruck keine Planungssicherheit für das kommt oder für dieses Jahr all das fordert mich heraus aufzuschieben auch mich darum zu Mühen, wie kann ich in eine zuversichtliche Haltung hineinfinden und was mir dann wiederum auch hilft ist ich finde es gibt unglaublich viele engagierte Menschen, die im kleinen Bereich Mut machen zur Hoffnung zur Zuversicht, die also z.B. fällt eine Geschichte, die ich jetzt gerade Jungs gehört habe vorgestern eine Frau, die erzählt Jan meiner Familie, da gibt es so ohne über Druckbare Gräben zwischen Impfbefürworter und echten Impfgegnern und ich habe jetzt mit eben mit meiner 1 Mitglied aus der Familie, die so ganz gegen die Impfung ist mich ich habe gedacht Mensch, wir reden schon drei Monate nicht mehr und es ist auch zu schade, dass dass wir uns gegenseitig nur auf unsere Position reduzieren. Ich möchte, dass wir wieder in Kontakt kommen und wenigen ist mal wieder in die Augen schauen und das ganz ehrlich. Ich finde solche mutigen Brückenschläge. Die wecken wir dann auch wieder Zuversicht und Hoffnung und ich selbst möchte da einfach auch ein Beitrag zu zu setzen und ich glaube und das lässt mich schon auf mit Zuversicht auch schauen, ich glaube einfach auch an die Lösungs Begabung von uns Menschen und das ist der Beitrag einer jeden Person von uns auch zählt und ich kenne ich arbeite viel mit jungen Erwachsenen zusammen und ich kenne einfach total viele engagierte Menschen und das weckt in mir dann wieder auch Hoffnung Vertrauen und mit wenn ich mich mit ihnen vernetze, werde ich Mensch. Es ist vieles möglich, was wir alleine nicht möglich wäre.

[24:48 Speaker 1] Daneben auch wirklich gesellschaftlich vielleicht auch bei Themen über Corona hinaus aber auch ganz speziell bei Corona so meine letzte Frage, wo wir jetzt bei ihm persönlich war noch bei vielen Tipps für einen selbst persönlich kann man Zuversicht auch als Gesellschaft wieder lernen, kann man gemeinsam an einer zuversichtlichen Zukunft arbeiten und wie sieht wie sieht das aus ganz praktisch?

[25:15 Speaker 2] Ja, ich vermisse ja, glaube ich katastrophal, wenn wir das als Gesellschaft nicht lernen könnten, denn ich glaube ohne diesen Treibstoff der Zuversicht werden wir die Krisen, in denen wir stecken nicht bewältigen, dann werden wir entweder resignativ den Kopf in den Sand stecken oder uns irgendwie in unser privat Welt einrichten oder denken neuer neue hier in in in in Deutschland können wir die Deiche hoch bauen uns betrifft irgendwie der der Anstieg des Meeresspiegel sich und nach uns die Sintflut, also, wir brauchen ganz ganz elementar auch als Gesellschaft die Kraft der Zuversicht. Ja und wie lässt sich das Lernen als ich denke zum einen eben tatsächlich so im im privaten Netzwerk, es hat einfach eine große Entscheidung, wie ich mich in der Welt bewege und wie ich auch im privaten und beruflichen Umfeld agiere und das andere das macht mich schon auch so nachdenklich, ich finde es ja jetzt mal einen Blick auf die Corona Pandemie sensationell, wie viel da auch auf der operativen Ebene geleistet. Wurde mit Entwicklung von Impfstoff etcetera, also kann ich ja nur dankbar sein und das ist ganz ganz ganz ganz ganz ganz großartig, wo ich so den Eindruck habe, was wir was noch aussteht, und zwar jetzt wirklich aus auf der aus ausgehen von Verantwortungsträger in der Gesellschaft von Politik aber auch medial oder so heraus oder oder bekannte Persönlichkeiten, worüber sprechen wir was wird thematisiert, ich habe den Eindruck, dass wir als Gesellschaft noch nicht oder oder kaum im im gesellschaftlichen Raum darüber nachdenken, was macht eigentlich diese Kränkung dieser Virus für uns bedeutet mit uns als Gesellschaft, das meine ich damit wir leben ja in einer Gesellschaft mit dem Megatrend Sicherheit und dass wir immer mehr alles unter Kontrolle kriegen können und beherrschen können und dann kommt so ein klitzekleiner Virus und stellt unser ganzes Leben und das gesellschaftliche Leben auf auf dem Kopf und das ist ja eine ich mag. Mal so eine narzisstische Kränkung unserer modernen Gesellschaft und das führt in eine echt tiefe Krise und ich arbeite in meinem Buch beschreibe ich ja, nachdem ich über die Quellen gesprochen habe, schreibe ich ja auch so fünf Phasen in einem Prozess der krisenverarbeitung wie man wieder zu Zuversicht kommt und ich glaube diese Phasen die sind wir als Gesellschaft haben wir sie eigentlich noch gar nicht wirklich angegangen. Also, wo sind die Räume, wo jetzt nicht einfach in Österreich lebt in Österreich wird man sagen nicht einfach nur besudelt wird, sondern wo man wirklich darüber spricht, was dieser Virus emotional mit uns macht und dann zugucken ok, also, dass wir diesen Presse was ich vorhin sagte im Schlamassel ankommen, also, ich glaube es steht noch aus, dass wir als Gesellschaft neu integrieren, wir sind verwundbar als Gesellschaft als globale Gesellschaft und im individuellen Bereich und da glaube ich haben Medien eine große Aufgabe, da hatten von podcast.de Virenschutz. Hat machen eine große Aufgabe, da haben aber auch Führungskräfte in Unternehmen. Eine große Aufgabe schaffen wir Räume, damit wir diesen Prozess auch gesellschaftlich gehen können.

[28:27 Speaker 1] Also würde nicht nur persönlich, aber vor allem auch gesellschaftlich ganz große Aufgaben 2022 vor uns.

[28:37 Speaker 2] Ja.

[28:38 Speaker 1] Ja, dann haben wir ja vermutlich absolut Recht, wir haben letztendlich bei Corona ständig nur Feuer gelöscht und noch gar keiner um um zweckmäßige Schuld durchsetzen zu weiß es nicht noch einfach keine Zeit gehabt, um über diese Fragen zu stellen und diesen Prozess anzugehen.

[28:55 Speaker 2] Genau, das ist ein wunderbares Bild Frau Schmidt, also, also es geht als erstes echt ums Feuer löschen und dann kann man gucken okay und was hat das mit uns gemacht oder so ähnlich, wie wenn jemand gestorben ist, dann ist man erstmal funktioniert Mann und wenn er die Beerdigung ist und so weiter verlaufen ist, dann stellt sich irgendwann der Krisen Prozess ein und ich glaube vor dem stehen wir noch.

[29:15 Speaker 1] Ja, Frau Wolfers, Vielen Dank für das Gespräch. Es hat jetzt zwar wieder wir stehen vor Aufgaben so hat es geändert, aber es waren ja ganz ganz viele Tipps dabei, wie man jetzt auch erstmal für sich selbst öffne ich wiege findet wenn es einem im Moment oder irgendwann in diesem Jahr mal nicht so gut geht, also herzlichen Dank für Ihre Tipps und ihre Zeit.

[29:37 Speaker 2] Darf ich noch ein Bild sagen und gerade weil sie gesagt haben, jetzt hören wir mit einer Aufgabe auf und das ist eh ich möchte einfach nochmal mit einem Bild aus der Natur gerne abschließen, weil mir das selber so viel bedeutet und zwar war ich mal völlig überrascht und sensationell begeistert als ich entdeckt habe. Die Sonnenblume wendet noch in der Nacht den Kopf in jene Richtung, wo die Sonne aufgehen wird, endlich macht es die Zuversicht.

[30:04 Speaker 1] Das ist ein schönes Schlusswort, die will ich jetzt auch gar nicht mehr viel dazu fügen, ich will einfach nur den liebe Hörerinnen und Hörer ja, danke für Interesse an diesem Podcast. Und wenn sie noch ein bisschen mehr über die Zuversicht lesen wollen, dann empfehle ich Ihnen das Buch von Frau Wolfers, was heißt Zuversicht, die Kraft, die an das Morgen glaubt und ist bei bene erschienen. Ja an Sie liebe Hörerinnen und Hörer hat auch an die Frau Wolfers noch für 2022, Alles Gute Glück Gesundheit viel viel Zuversicht und ich freue mich natürlich, wenn Sie alle Einträge mit auch in diesem Jahr zu wann ich sag das demnächst, tschüss.

Quelle: FAZ.NET
Lucia Schmidt - Portraitaufnahme für das Blaue Buch "Die Redaktion stellt sich vor" der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Lucia Schmidt
Redakteurin im Ressort „Leben“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
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